Leisner-HausSchurbohm

Geschichtsverein für das ehemalige Amt Bordesholm e. V.

Amtmänner

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Den Amtmännern war das Amt als landesherrlicher Verwaltungsbezirk unterstellt. Es  vereinigte in sich rechtliche und fiskalische Verwaltung, in dem das für den Bezirk zuständige Gericht der ersten Instanz gehalten wurde, Steuern und Abgaben erhoben bzw. Dienste eingefordert wurden und in dem die Verwaltung der landesherrlichen Liegenschaften geschah. Das Amt unterstand als fiskalische Einheit der Rentekammer, an die es seine Abrechnungen (Amtsrechnung) jährlich zur Prüfung zu senden hatte und an die die Überschüsse der Amtsverwaltung flossen. Die Ämter trugen sich hinsichtlich der Kosten selbst; sie sollten Überschüsse erwirtschaften, die einen nicht unwesentlichen Teil der Einnahmeseite des landesherrlichen Finanzhaushalts ausmachten.
(Quelle: K.-L. Lorenzen-Schmidt, O. Pelc (Hrsg.): Schleswig-Holstein-Lexikon, Neumünster 2000, S. 25 f.)

Die Bordesholmer Amtmänner und Landräte
(
Quelle: Paul Steffen: ... meine Adresse ist Bordesholm, Bordesholm 1988. Die Quellen der Bilder sind jeweils gesondert genannt)

1559

    Johann Rantzau

Rantzau_Johannes  

 

 

 

  Bildquelle: Paul Steffen (Hrsg.):
  Amt und Kreis Bordesholm 1566 - 1932,
  Bordesholm 1984, S. 41.

1559

    Iven von Reventlow

 

1566

    Christopher Rantzau

 

1571

    Sievert von Rantzau

 

1584

    Ägidius von der Lancken
    d. Ä.

 

1584

    Otto von Qualen

 

1604

    Johann von der Wisch

 

1610

    Johann von Schwerin

 

1622

    Ägidius von der Lancken
    d. J.
    (*1580 - 1631)

Ägidius (auch Egidius geschrieben) war bereits früh verwaist und ist deshalb am Hofe der Herzogin-Witwe Christine von Schleswig-Holstein-Gottorf erzogen worden. Herzog Friedrich III. ernannte ihn bald nach seinem Regierungsantritt zum Landrat und Amtmann der Ämter Kiel, Bordesholm und der Insel Fehmarn. Außerdem war Ägidius Domprobst und Kanonikus des Stifts Lübeck. Er genoß in hohem Maße das Vertrauen des Herzogs und verhandelte in seinem Auftrag während des 30-jährigen Krieges mit dem König von Dänemark, dem Kurfürsten von Sachsen, mit Wallenstein und Tilly.

Ägidius wird als weltgewandt und als Freund der Künste und der Wissenschaften beschrieben, aber auch als sehr herrischer Mensch. Der Herzog hatte ihm 1619 ein Grundstück in der Dänischen Straße gegenüber dem Kieler Schloss geschenkt und den Amtsuntertanen befohlen, mit Fuhr- und Spanndiensten beim Bau zur Verfügung zu stehen. Ägidius belastete die Dienstverpflichteten so schwer, dass sein Haus im Volksmund den Namen “Tränenburg” erhielt und eine Schmähschrift gegen ihn erschien: “Lanckiana Gynaeocratia”, d. h. “Lanckisch Weiberregiment”. Darin wird erbittert über die “tyrannische, pharaonische Dienstbarkeit” geklagt, der sich die Untertanen unterwerfen mussten. Das “Weib”, dem der Verfasser darin die meiste Schuld an dem harten Druck gab, war aber nicht die Ehefrau von Ägidius.

1621 ist sein Haus fertig, das später - nach seinem Besitzer Kaspar von Buchwaldt auf Seedorf ab 1787 - der Buchwaldtsche Hof genannt wird. Die heutige Adresse lautet Dänische Straße 31 in Kiel. Der Hof war das größte und stattlichste Adelshaus in Kiel. Er war sog. “Freihaus” wie auch der benachbarte Warleberger Hof und das Saldernsche Haus (Flämische Str. 21), die nicht der städtischen Gerichtsbarkeit und dem Steuerwesen unterlagen.

BuchwHofVorderseite 

Vorderseite (1904) und Rückseite (1860) des Buchwaldtschen Hofes

BuchwHofRueckseite

BuchwHofTuer     Foto des Eingangs 1904

Frau Lucia von der Lancken, geb. Blome, die rechtmäßige Ehefrau, sollte sich nicht lange ihres neuen Heimes erfreuen. Sie starb schon 1624. Die Trauerfeier fand im Kieler Schloss  statt und Lucia wurde in der Nikolaikirche begraben. Später heiratete Ägidius von der Lancken Margaretha Reventlow, ihre Ehe war unglücklich. Margaretha verließ ihren Mann, “weil er sie übel und wider die Gebühr tractiret, also daß sie selber auszuweichen ist genötiget worden.”

1631 starb Ägidius von der Lancken und wurde an der Seite seiner ersten Frau in der Nikolaikirche beigesetzt.   Der Buchwaldtsche Hof wurde nach seinem Tod an Heinrich Rantzau zu Schmoel und Hohenfelde verkauft (1634) und 1787 erwarb ihn Kaspar von Buchwaldt auf Seedorf, nach dem der Hof seinen Namen bekam. 1956 wurde der Buchwaldtsche Hof abgerissen. Heute steht auf seinem Grundstück das Landeskirchenamt der ev.-luth. Landeskirche.

Quelle:
Hedwig Sievert: Kiel einst und jetzt. Die Altstadt, 3. Auflage, Kiel 1966, Nr. 64 - 66.

1648

    Paul Rantzau

Rantzau_Paul

 

 

 

  Bildquelle: Paul Steffen (Hrsg.):
  Amt und Kreis Bordesholm 1566 - 1932,
  Bordesholm 1984, S. 42.

1671

    Hans Hinrich Kielmann von Kielmannseck

 

1697

    Henning von Buchwald

 

1711

    Hans von Blome

 

1722

    Joachim Otto Graf von Bassewitz

 

1729

    Gerhard Graf von Dernath

 

1766

    Carl Hinrich Graf von Saldern-Günderoth

 

1789

    Friedr. Wilh. Conrad Graf von Holck

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  Bildquelle:
  Paul Steffen (Hrsg.):
  Amt und Kreis Bordesholm
  1566 - 1932,
  Bordesholm 1984, S. 43.

1802

    Detlev von Buchwald

 

1825

    Johann Rudolph von Bülow

 

1839

    Heinrich Graf von Reventlow

Reventlow_Heinrich_Graf_von

 

 

  Bildquelle:
  Paul Steffen (Hrsg.):
  Amt und Kreis Bordesholm
  1566 - 1932,
  Bordesholm 1984, S. 414

 

1841

    Christian Graf von Reventlow

Reventlow_Christian_Graf_von

 

 

 

  Bildquelle:
  Paul Steffen (Hrsg.):
  Amt und Kreis Bordesholm
  1566 - 1932,
  Bordesholm 1984, S. 45.

1845

    Josias Friedr. Ernst Freiherr von Heintze

Heintze_JosiasFriedrichErnst_Freiherr_von

 

 

 

  Bildquelle:
  Paul Steffen (Hrsg.):
  Amt und Kreis Bordesholm
  1566 - 1932,
  Bordesholm 1984, S. 46.

1855

    Heinrich August Theodor Kaufmann

Kaufmann_HeinrichAugustTheodor

 

 

 

  Bildquelle:
  Paul Steffen (Hrsg.):
  Amt und Kreis Bordesholm
  1566 - 1932,
  Bordesholm 1984, S. 47.

 

1860

    Arthur Graf von Reventlow

Reventlow_Arthur_Graf_von

 

 

 

  Bildquelle: Paul Steffen (Hrsg.):
  Amt und Kreis Bordesholm
  1566 - 1932,
  Bordesholm 1984, S. 48.

1864

    Johann Bernhard Carstens

 

1866

    Johann Adolph Ernst Freiherr von Heintze

Heintze_JohannesAdolphErnst_Freiherr_von

 

 

 

  Bildquelle:
  Paul Steffen (Hrsg.):
  Amt und Kreis Bordesholm
  1566 - 1932,
  Bordesholm 1984, S. 49.

1894

    Adolph Freiherr von Heintze

Heintze_Adolph_Freiherr_von2

 

 

 

  Bildquelle:
  Paul Steffen (Hrsg.):
  Das Bordesholmer Land
  in alten Ansichten,
  2002 Europ. Bibliothek -
  Zaltbommel/Niederlande,
  Nr. 13.

1920

    Arthur Zabel

Zabel_Arthur

 

 

 

  Bildquelle:
  Paul Steffen (Hrsg.):
  Das Bordesholmer Land
  in alten Ansichten,
  2002 Europ. Bibliothek -
  Zaltbommel/Niederlande,
  Nr. 72.

 

1921 - 1932

    Waldemar von Mohl

Mohl_Waldemar_von

 

 

 

  Bildquelle:
  Paul Steffen (Hrsg.):
  Amt und Kreis Bordesholm
  1566 - 1932,
  Bordesholm 1984, S. 40.

 

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